In Augsburg sind gute Galerien dünn gesät. Doch an der Bergstraße in Göggingen gibt es jetzt gleich drei davon - fotodiskurs, augsburg contemporary und die dritte im Bunde, ganz jung und frisch: der mjuƷ art salon von Maximillane Umlauf. Zwar sind all ihre Räumlichkeiten vergleichsweise klein, aber die Power, die dahintersteckt, ist beachtlich. Angst, sich gegenseitig Konkurrenz zu machen, haben die drei nicht. Stattdessen freuen sie sich auf Synergieeffekte ihrer Kooperation. „Von unserer Nachbarschaft haben wir bisher beide proftiert,“ sagt Andreas Stucken, „zu dritt wird unser Standort rund um die Gögginger Bergstraße für die bildende Kunst in Augsburg noch an Bedeutung gewinnen.“ Christof Rehm: „Wir feiern die neue Dreierkonstellation gleich mit einem fulminanten Vernissagesonntag! Am 26. April eröfnen wir gemeinsam von 11 bis 16 Uhr.“ Der mjuƷ art salon gibt sein Debüt und zeigt unter dem Titel ‚groundbreaking‘ Werke von Maria Justus, Judith Kaminski, Thomas Kitzinger, Martin Bruno Schmid und Bernd Schwarting. Bei augsburg contemporary richtet die Augsburger Künstlerin Esther Zahel eine Rauminstallation ein und Christof Rehm stellt im fotodiskurs kleine Fotoarbeiten der Malerin Christa Näher den Werken von Dieter Rehm gegenüber.
augsburg contemporary
Esther Zahel "Leere Hüllen fallen" | 26.4.-30.5.26
In der Ausstellung "Leere Hüllen fallen" von Esther Zahel wird der Innenraum zur Bühne eines Zustands. Zwei großformatige Leinwände zeigen Möbel als Figuren: ein Regal, ein Sitzmöbel, zwei Raumkörper. Sie stehen am Rand ihrer Funktion, kippen in Bewegung, drücken gegen Wände, halten sich fest. Der Moment wirkt vertraut und zugleich verschoben – wie eine Haltung, die schon lange an ihnen arbeitet, während sie Stabilität behaupten. Im Zentrum der Ausstellung steht eine Wandarbeit aus Kohle. Sie ist Handschrift, aber kein Text im eigentlichen Sinn: Fragmente, Ansätze, Abbrüche. Sie funktioniert wie eine zweite Ebene – nicht als Erklärung der Bilder, sondern als eine Form von Denken, die sichtbar wird. | Abb.: "Nach der Ebbe kommt der Mut“ (Sofa), 2026 | Eröffnung 26.4.2026 von 11-16 Uhr | 26.4.-30.5.26 | Fr/Sa 14-17 Uhr
Neues Dreigestirn Augsburger Galerien
augsburg contemporary versteht sich als Projektraum und Galerie für aktuelle Positionen der zeitgenössischen Kunst. Inhaber Andreas Stucken zeigt hier raumbezogene, konzeptuelle Arbeiten, Malerei, Fotografie, Bildhauerei und präsentiert ausgewählte Künstler/-innen auf Kunstmessen wie der POSITIONS Berlin, paper positions, art karlsruhe. Zu den vergangenen Projekten gehört u.a. die Reihe „Domestic Space“, die von der Bundesregierung im Rahmen von NEUSTART KULTUR gefördert wurde, sowie das Netzwerkprojekt „Art X Augsburg“.
Ausstellungen: 25.1.-7.3. Inge Gutbrod "Orte des Lichts" | 15.3.-18.4. Mark Harrington "Old and new dreams" | 26.4.-30.5. Esther Zahel "Leere Hüllen fallen" | 7.6.-11.7. Barbara Herold / Florian Huth "Organic Feeling Terrain" | 27.9.-31.10. Tina Haase | 28.11.-19.12. Domestic Space

